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In eigener Sache 

 

In dieser schwierigen Phase wäre es ein schönes Zeichen, die Bücher in einer Oltner Buchhandlung zu kaufen.
Sie liefern das Gewünschte auch gerne keimfrei nach Hause.

 

Wir halten es mit Erich Kästner, der einst schrieb:
«Ich will nicht reden, wie die Dinge liegen.
Ich will dir zeigen, wie die Sache steht.»

 

Am Donnerstag, 19. November,
von 18:30 bis 19:45 Uhr findet in der Buchhandlung Schreiber voraussichtlich das nächste
Café Littéraire statt.

Das Café Littéraire ist ein lockerer Treffpunkt für Literaturfreundinnen und -Freunde mit einem Faible für neue Entdeckungen.

 

Am 19. November reden wir auch über die folgenden zwei Bücher:

 

 

 

Unerhörte Stimmen

Klute, Hilmar
Oberkampf
Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-86971-215-4  

 

Paris, der Ausnahmezustand und die Liebe. Die letzte Beziehung beendet und den Job aufgegeben, zieht Jonas Becker nach Paris, um endlich seinen Traum vom Leben als freier Schriftsteller zu verwirklichen. Der Plan - ein Buch über den bohémienhaften Schriftsteller Richard Stein zu schreiben, während der Verlag die Miete für die kleine Wohnung in der Rue Oberkampf zahlt - scheint zu funktionieren: Die Tage verbringt Jonas mit dem von ihm verehrten Autor, nachts trifft er sich mit seiner neuen Freundin Christine in einer Bar nebenan. Doch mit dem Attentat auf Charlie Hebdo ist die schwebende Atmosphäre in Paris wie weggewischt, die Stadt ist plötzlich im Ausnahmezustand. Zudem reisst ein Brief seiner Ex-Freundin bei Jonas alte Wunden auf, und er erfährt vom plötzlichen Tod eines Freundes. Auch beim anfangs so unerschütterlich selbstgewiss wirkenden Stein zeigen sich Brüche - Jonas erfährt, dass Stein einen vom Vater entfremdeten Sohn hat, der in den USA verschollen ging und in eine Drogenkarriere abzustürzen droht. Als Stein ihn bittet, mit ihm in Amerika den Sohn zu suchen, sagt er zu. Und auch bei Christine muss Jonas sich entscheiden, wie ernst er es meint ...Hilmar Klute schickt einen Schöngeist in eine abgründige Welt. In schwebenden, wunderschönen Sätzen schreibt er über den Zauber der Literatur genauso wie über die Brüchigkeit unserer Existenz. Dabei gelingt ihm ein Buch voller Sehnsucht und Melancholie, Komik und Schrecken.

 

Hunger

Hilmar Klute hat in Bochum und München studiert. Seit 2009 schreibt er bei der Süddeutschen Zeitung unter anderem Kolumnen für das Streiflicht, das er seit 2010 auch verantwortet. Hinzu kommen Reportagen, Essays und Porträts. Klute lebt in München.

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Hunger

Singer, Lea
La Fenice
Kampa Verlag
ISBN: 978-3-311-10027-0

 

Eine Geschichte, die anderen nützt, vielleicht noch in ferner Zukunft, mehr soll ihr Bericht gar nicht sein, sagt Angela del Moro am Schluss. Da ist sie dreiundzwanzig und hat mehr hinter sich als andere im doppelten Alter. Schon mit sechzehn hat sie es zu etwas gebracht, als Kurtisane, der einzige Beruf, in dem sie Geld verdienen, ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Der Absturz beginnt mit einem Nein: Sie wagt, einen Stammkunden wegzuschicken, und die Rache des Abgewiesenen ist mörderisch. Andere überleben so etwas nicht, aber Angela will kein Opfer sein. Ihr Wiederaufstieg ist eine Sensation. Das kann nicht nur gut gehen. Lea Singer erzählt die historisch verbürgten Erlebnisse einer jungen Frau, La Zaffetta genannt, im Venedig der Renaissance, und offenbart, wie nebenbei, die Abgründe der Serenissima in der Zeit eines Tizian oder Aretino. Sie spricht durch die Person einer jungen Frau, die einen Skandal auslöste, weil sie sich das Recht nahm, ihre Wünsche zu leben. Und die zum Kult wurde auf einem der berühmtesten Bilder der Welt: Tizians Venus von Urbino.

 

Hunger

Historische Stoffe sind für die Münchner Autorin Lea Singer kein Novum. Unter ihrem echten Namen, Eva Gesine Baur, veröffentlicht die promovierte Kunsthistorikerin seit 1997 Sachbücher, unter ihrem Pseudonym Lea Singer vor allem musikhistorische Fiktion, zuletzt "Der Klavierschüler". Auch "La Fenice" besticht durch historische Präzision. Wenn der Roman einmal von der geschichtlichen Realität abdriftet, dann nur der Schönheit der Erzählung zuliebe. Denn, wie Zafetta es selbst formuliert: "Es gibt für mich nur zwei Gründe, etwas aufzubewahren: dass es schön ist oder nützlich. Mit Geschichten ist es genauso."

 

 

 

 


 

  

Die Empfehlung

 

 Und noch einmal... Deutscher Buchpreis 2020

 

Unerhörte Stimmen

Weber, Anne
Annette, ein Heldenepos
Matthes und Seitz Berlin
ISBN: 978-3-95757-845-7

Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher — wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel »Gerechte unter den Völkern« erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit großer Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert er dafür? Wie weit darf er gehen? Was kann er erreichen? Annette, ein Heldinnenepos erzählt von einer wahren Heldin, die uns etwas angeht.

 

 

Und neu:

 

Unerhörte Stimmen

Wagamese, Richardne
Das weite Herz des Landes
Blessing
ISBN: 978-3-89667-666-5

Als der sechzehnjährige Franklin Starlight herbeigerufen wird, um seinen Vater Eldon, den er kaum kennt, zu besuchen, trifft er auf einen vom Alkohol gezeichneten, dem Tode geweihten Mann. Die beiden machen sich auf den Weg durch das raue Herzland British Columbias und auf die Suche nach einer letzten Ruhestätte, wo Eldon nach Art der indianischen Krieger beerdigt werden will. Auf der Reise erzählt der Vater dem Sohn seine Lebensgeschichte, die Momente der Verzweiflung genauso wie die Tage der Hoffnung und des Glücks - und so entdeckt Franklin eine Welt, die er nicht kannte, eine Geschichte, die ihm fremd war, und ein Erbe, das er hüten kann. Mit einem Nachwort von Katja Sarkowsky, Professorin für Amerikanistik an der Universität Augsburg.

 

 

Die nächsten Termine (provisorisch), jeweils am Donnerstag um 18.30 Uhr in der Buchhandlung Schreiber:

                                                                           

 2020

 

- 19. November

- 17. Dezember